Das Projekt

Über das Projekt PsyYoung

Bei einem von 20 jungen Menschen besteht ein sogenannter psychischer Risikozustand, der mit einer erhöhten Anfälligkeit für die Entwicklung einer oder mehrerer psychischer Störungen wie Depressionen, Angststörungen, Abhängigkeitserkrankungen oder Psychosen einhergeht. 

Ein solcher Risikozustand kann zusätzlich von kognitiven Schwierigkeiten und Problemen in sozialen Beziehungen begleitet sein, welche die Aktivitäten des täglichen Lebens, die Ausbildung oder die beruflichen Tätigkeiten einschränken können. 

Die Behandlung durch Gesundheitsfachpersonen, die in der Erkennung und Behandlung von psychischen Risikozuständen geschult sind, erlaubt es, die Auswirkungen psychischer Schwierigkeiten im täglichen Leben und das Risiko der Entwicklung von schwereren Erkrankungen zu verringern.

PsyYoung ist ein transkantonales Projekt in drei grossen Schweizer Regionen (Basel, Lausanne und Genf) mit dem Ziel, die Angebote in der Früherkennung und Versorgung von Jugendlichen und jungen Menschen, welche einen psychischen Risikozustand aufweisen, zu verbessern und zu vereinheitlichen.

Durch eine verbesserte Koordination des gesamten Versorgungsnetzes strebt PsyYoung die Förderung der psychischen Gesundheit, Lebensqualität und Entwicklung der sozialen und beruflichen Fähigkeiten von Jugendlichen und jungen Menschen mit einem psychischen Risikozustand an.

Durch die Früherkennung von psychischen Risikozuständen wird die Notwendigkeit eines stationären Aufenthaltes und einer medikamentösen Behandlungen vermindert und die soziale Integration wird gefördert.

Un jeune en pleine forme. S'il a l'impression d'avoir des super pouvoirs, psyyoung peut l'aider.

Warum PsyYoung?


Laut Bericht der WHO beginnen 50% der psychischen Beeinträchtigungen vor dem 14. Lebensjahr.

Eine wirksame Behandlung und Betreuung wird aber oftmals erst im frühen Erwachsenenalter begonnen. Dies findet meist im Zusammenhang mit einer psychischen Krise statt und/oder nachdem sich die Symptome bereits seit mehreren Monaten oder sogar Jahren entwickelt haben.

In den letzten Jahren hat die evidenzbasierte Medizin erste Anzeichen und milde Symptome identifiziert, die Warnzeichen sein können.

Für das Erkennen dieses psychischen Risikozustandes ist eine Sensibilisierung der betroffenen jungen Menschen selbst, ihres Umfelds und des lokalen Gesundheits- und Sozialnetzes erforderlich, um eine frühzeitige, koordinierte und einheitliche Intervention in den verschiedenen Regionen der Schweiz zu ermöglichen.

Das von der Gesundheitsförderung Schweiz unterstützte Projekt “PsyYoung” hat zum Ziel, die Erkennung, Frühintervention und Nachsorge von psychischen Risikozuständen bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen zu verbessern.

Lenkungsausschuss


PD. Dr. Christina Andreou

Projektdirektorin
(CHUV Lausanne)

Prof. Marco Armando

Leitender Oberarzt
Universitätsklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie
(CHUV Lausanne)

Dr. Phil. Barbara Bailey

Psychologische Leitung, Basel Early Treatment Service
(UPK Basel)

Prof. Dr. Stefan Bogwart

Forschungsgruppenleiter und Extraordinarius der Klinik für Erwachsene
(ZIP UKSH Lübeck)

Prof. Dr. Philippe Conus

Abteilungsleiter
Abteilung für Allgemeine Psychiatrie
(CHUV Lausanne)

PD. Dr. Logos Curtis

Leitender Oberarzt Psychiatrische Abteilung für junge Erwachsene
(HUG Genf)

PD Dr. med. Evelyn Herbrecht

Stv. Direktorin
Klinik für Kinder und Jugendliche
(UPK Basel)

Prof. Dr. Nadia Micali

Abteilungsleiterin
Abteilung für Kinder- und Jugendpsychiatrie
(HUG Genf)

Prof. Dr. Kerstin von Plessen

Abteilungsleiterin
Universitätsklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie
(CHUV Lausanne)

Koordinierungsstelle


Prof. Dr. Christian Huber

Chefarzt
Klinik für Erwachsene
(UPK Basel)

Prof. Dr. Nadia Micali

Abteilungsleiterin
Abteilung für Kinder- und Jugendpsychiatrie
(HUG Genf)

Dr. Alessandra Solida-Tozzi

Leitende Oberärztin
Leiterin des TIPP-Programm
Abteilung für Allgemeine Psychiatrie
(CHUV Lausanne)

Projektleiter


Davina Genoud

Projektleiterin
Universitätsklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie
(CHUV Lausanne)

Universitäre Psychiatrische Kliniken Basel (UPK)

Vertragspartner
Zentrum für Psychotische Erkrankungen
Wilhelm Klein-Strasse 27
4002 Basel

Centre hospitalier universitaire vaudois (CHUV)

Konsortiumspartner
Rue du Bugnon 21
1011 Lausanne

Hôpitaux Universitaire de Genève (HUG)

Konsortiumspartner
Rue Gabrielle-Perret-Gentil 4
1205 Genève

Förderer

Gesundheitsförderung Schweiz
Wankdorfallee 5
3014 Bern